Präventionskampagne Haut
Unsere Haut ist unser eigentliches Zuhause. Etwa 2m² Fläche, die wir immer mit uns führen. Nirgendwo sind wir uns selbst so nahe, fühlen wir uns so wohl, wie in unserer eigenen Haut. "Deine Haut. Die wichtigsten 2m² Deines Lebens." Das Motto der gemeinsamen Präventionskampagne der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung bringt die Bedeutung von Haut auf den Punkt. Als größtes Organ des Menschen bietet sie mit einer durchschnittlichen Fläche von zwei Quadratmetern essenziellen Schutz und Versorgung. Erkrankt die Haut hingegen, verliert sie diese wichtigen Funktionen – und bringt sowohl private und berufliche Einbußen als auch schwerwiegende wirtschaftliche und soziale Folgen mit sich.
Öffentlichkeit sensibilisieren
Von rund 25.000 bestätigten Berufskrankheiten im Jahr 2005 verzeichneten die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung etwa 9.500 beruflich bedingte Hauterkrankungen. Diese führen damit die Liste aller Berufskrankheiten deutlich an. Auch den Krankenkassen entstehen hohe Belastungen. Insgesamt belaufen sich die direkten Kosten, die auf Hauterkrankungen zurückzuführen sind, auf circa vier Milliarden Euro jährlich. "Gesunde Haut – Weniger Hauterkrankungen" lautet daher das Ziel der nun gestarteten Präventionskampagne Haut. In den zwei Jahren, die die Kampagne dauert, sollen Hauterkrankungen aller Art reduziert und die allgemeine Öffentlichkeit dafür sensibilisiert werden, Haut als besonders wertvolle 2m² des menschlichen Körpers zu betrachten. Denn: "Sie atmet. Sie fühlt. Sie schützt." Und sie will behütet werden.
Ganzheitlicher Ansatz
Die Aussicht auf Erfolg der Präventionskampagne Haut ist groß. "Insgesamt sind weit über 100 Trägerkampagnen vorgesehen – eine so breit angelegte Kampagne ist in Deutschland bisher beispiellos", sagt Johannes Plönes, Geschäftsführer der FUK NRW. Initiator der Präventionskampagne Haut ist der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften. Neben den Berufsgenossenschaften beteiligen sich an der Kampagne auch die Unfallkassen der öffentlichen Hand und ihr Spitzenverband, die Landwirtschaftliche Sozialversicherung sowie eine Reihe von Allgemeinen Orts- und Betriebskrankenkassen und die jeweiligen Spitzenverbände. "Zum ersten Mal überhaupt treten gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung gemeinsam zu einer Präventionskampagne an", sagt Johannes Plönes und fügt hinzu: "Auf diese Weise wird ein ganzheitlicher Ansatz garantiert, der über die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitswelten hinausreicht und damit auch jeden erreicht."
Weitere Informationen unter: www.2m²-Haut.de

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